Arena y Esteras

Das peruanische Projekt Arena y Esteras verbindet in seinen Zirkus- und Theaterinszenierungen soziale und künstlerische Interessen mit politischem Engagement. Übersetzt heißt Arena y Esteras „Sand und Strohmatten“. Denn ihre Heimatgemeinde Villa El Salvador (VES), ein durch Armut geprägter Vorort von Lima, liegt in einem Wüstengebiet, wo die einfachen Hütten aus Strohmatten hergestellt werden. Drei Viertel der Bevölkerung von VES sind jünger als 25 Jahre. Für sie scheint es dort kaum Perspektiven zu geben; die Gewaltrate ist eine der höchsten der Region.

Arena y Esteras ist ein Zusammenschluss von Künstler*nnen, Pädagog*innen und Lehrer*innen, die sich unter dem Motto: „Für das Recht auf ein Lächeln“ in die lokale Politik einmischen und gesellschaftliche Veränderungen anstreben. Sie lassen sich dabei von Menschenrechten, kultureller Identität, Gleichberechtigung der Geschlechter und Respekt vor der Schöpfung leiten.

Mit ihrer künstlerischen Arbeit will Arena y Esteras eine Gemeinschaft formen, in der jede*r in sozialer Verantwortung und Würde leben kann. In Schulen, auf der Straße, im Park – überall also, wo gelebt wird – greifen sie die Themen auf, die Menschen interessieren, und suchen gemeinsam nach künstlerischen Antworten. Die Darsteller*innen sind Schüler*innen, junge Arbeiter*innen, Mütter oder einfach Nachbar*innen.

Das Stück: OSHI UND BARI

Die Gruppe wird eine Zirkus- und Theaterperformance zeigen, die die Frage nach „Klimagerechtigkeit“ künstlerisch aufwirft. Ausgangspunkt ihrer Inszenierung ist die Legende von Oshi und Bari aus dem peruanischen Regenwald.
Arena y Esteras ist in VES selbst mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert. Viel dramatischer ist aber die Lage in den Anden bei Huaraz, wo das Projekt regelmäßig Theater- und Zirkusworkshops gibt.

Weitere Informationen zur Gruppe unter: http://teatroarenayesteras.blogspot.de