Dürre in Nordost-Uganda

Immer wieder gibt es in bestimmten Regionen Afrikas Schwierigkeiten in der Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung. Momentan spitzt sich die Lage erneut zu: In vielen Teilen Ostafrikas herrscht aktuell eine starke Dürre und deshalb eine dramatische Versorgungskrise, die laut Prognosen in den nächsten Monaten ihren Zenit erreichen und noch bis mindestens Juli 2017 andauern wird.  

Laut UN-Angaben haben in Ostafrika aktuell ca. 23 Millionen Menschen zu wenig zu essen. Die Preise der wenigen vorhandenen Lebensmittel sind enorm in die Höhe gestiegen und somit zeigt sich erneut, dass es die ärmsten der Armen am meisten trifft.      

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Uganda ist eigentlich ein sehr fruchtbares Land, in dem viele Nahrungsmittel angebaut werden. Damit können normalerweise neben der eigenen Bevölkerung auch die große Zahl der im Land ankommenden Flüchtlinge und weite Teile der Nachbarländer mitversorgt werden. Zur Zeit herrscht jedoch eine anhaltende Dürre und somit kann die Landwirtschaft kaum Nahrungsmittel hervorbringen. Die wenigen vorhandenen Lebensmittel werden auf den Märkten zum teilweise dreifachen Preis verkauft, und es wird schon für die ugandische Bevölkerung knapp – die ausreichende Versorgung der Flüchtlinge und der Nachbarländer stellt sich demnach als umso schwieriger dar. Laut einem Anfang März in Kampala vorgestellten Krisenbericht sind aktuell ca. 11 Mio. Ugander von der Ernährungskrise betroffen (Ende 2016 waren es 1,3 Mio.). Neben der extremen Dürre tragen v.a. auch Seuchen, die die Ernten zerstören und die Tiere erkranken lassen, zur momentanen Notlage bei (Quelle: TAZ, Dürre in Ostafrika).

Hinzu kommt eine durch die Klimaerwärmung erzeugte extreme Gletscherschmelze im Ruwenzori-Gebirge in Westuganda, welche dramatisch für weite Teile Afrikas ist, da durch das Wasser der Gletscher u.a. der Nil, der Kongo und der Victoriasee gespeist werden. Wenn diese Wasserquelle, wie befürchtet, bis 2030 verschwunden sein sollte, wird die Wasserknappheit auf den afrikanischen Kontinent dadurch erneut extrem verschlimmert werden.  

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Als eine Reaktion auf die allgemeine Veränderung der Niederschläge und der Wasserversorgung des Landes werden momentan trockenheitsresistentere Bohnen gepflanzt, die den schwierigen klimatischen Bedingungen besser standhalten sollen.

Im Land selber herrschen noch große Unsicherheiten im Umgang mit dem Klimawandel. Deshalb erscheinen wohl vor allem Ansätze wie der der ‚Clima Educators‘, die sich für einen Wissensaustausch im Land einsetzen, als eine nachhaltige Form, um den extremen Herausforderungen zu begegnen.

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