Interview: „So habe ich das große Finale erlebt“

Die NAFSI AFRICA KIDS aus Kenia am 8.11.2019 in der Fabrik

Suleiman Khamis (25) aus Tansania macht zurzeit seinen Freiwilligendienst (weltwärts Süd-Nord) über die Deutsch-Tansanische Partnerschaft (DTP) bei der KinderKulturKarawane. Im Interview erzählt er, wie er das große Finale der KinderKulturKarawane am 8. November in der Fabrik erlebt hat:

Suleiman, am 8.11.2019 haben wir das große Finale der KinderKulturKarawane in der Fabrik
gefeiert. Erzähl doch mal, worum ging es bei der Veranstaltung, wer war dabei und was ist dort passiert?
 
Mein Eindruck war, dass beim großen Finale in der FABRIK die gesamte „Familie“ der
KinderKulturKarawane zusammengekommen ist: Die Mitarbeiter*innen aus dem Büro, die
Tourbegleiter*innen sowie Schüler*innen der teilnehmenden Schulen des CREACTIV-Projekts. Daneben waren auch viele treue Fans der KinderKulturKarawane dabei und Menschen, die sich für den Klimaschutz interessieren. Die Veranstaltung hatte ein umfangreiches Programm, gleichzeitig war es aber auch sehr interessant.
 
Als erstes traten die NAFSI AFRICA KIDS aus Kenia auf, die in ihrem kurzen, hübschen Stück eine Mischung aus Tanz und Akrobatik präsentierten. Danach war die SOSOLYA UNDUGU DANCE ACADEMY aus Uganda an der Reihe, die eine Kombination aus Musik und Tanz zeigte und für ihre Performance auch einige der teilnehmden Schüler*innen des CREACTIV-Projekts auf die Bühne holte. In einer kurzen Pause hatten die Gäste daraufhin Gelegenheit, sich kennenzulernen. Nach der Pause wurde ein Film von TEATRO TRONO aus Bolivien gezeigt. Diese Gruppe zeigte auch im Anschluss ihr sehr gut arrangiertes Theaterstück, bei dem auch viele Schüler*innen mitspielten. Der Schirmherr der KinderKulturKarawane Ron Williams überraschte danach mit einem schönen Song und zum Abschluss des Abends wurden die Gewinner des Rätsels bekanntgeben, die die meisten Wissensfragen zur 20-jährigen Geschichte der KinderKulturKarawane beantworten konnten.
 
Fotostrecke: Das Finale 2019 in der Fabrik (11 Bilder)
 
Was sind deine Aufgaben bei der KinderKulturKarawane und welche Aufgabe hattest du bei der Veranstaltung an diesem Abend?
 
Meine Aufgaben beim Projekt sind sehr vielfältig und ich gebe mein Bestes, um meinen Freiwilligendienst bei der KinderKulturKarawane möglichst sinnvoll einzusetzen: Daher habe ich die Gruppen bei ihren Workshops begleitet und diese dokumentiert. Dabei konnte ich auch meine eigenen Ideen einbringen und mich zu den praktischen Methoden mit den Gruppen austauschen. In der Zeit im Büro habe ich dann die Fotos bearbeitet und Berichte über die Workshops der Gruppen geschrieben. Beim großen Finale in der FABRIK habe ich viel im Backstagebereich und bei der Auswertung des Rätsels mitgeholfen, außerdem hat es mir viel Spaß gemacht, an dem Abend zu fotografieren. 
 
Wie hast du die Stimmung an diesem Abend erlebt, was war für dich das Highlight?
 
Es war wirklich eine tolle Stimmung an diesem Abend, besonders die Stimme von Ron Williams hat mich sehr beeindruckt! Außerdem haben mich die Auftritte der Gruppen mit ihren Talenten sehr bewegt: Sie hatten keine Angst vor dem Publikum oder der großen Bühne. Außerdem denke ich, dass es beim Finale für die Gruppen nicht nur darum geht, auf einer großen Bühne wie in der FABRIK aufzutreten, sondern auch um die Möglichkeit, sich untereinander kennenzulernen und sich über Fähigkeiten und Wissen auszutauschen. Die Gruppen haben dadurch auch die Möglichkeit gehabt, Feedback zu ihrer Show von anderen zu bekommen und ihre Arbeit so zu evaluieren.
 
Du bist jetzt seit September in Deutschland, wie gefällt es dir in Hamburg und was hast du dir für die Zeit deines Freiwilligendienstes vorgenommen?
 
Meine Zeit hier in Hamburg war bisher sehr interessant und die Unterbringung in meiner Gastfamilie hat auch gut funktioniert. Besonders die Arbeit bei der KinderKulturKarawane ist spannend: Die Kolleg*innen sind nett und aufgeschlossen gegenüber meinen Ideen und Plänen. Ich freue mich, dass ich bei der KinderKulturKarawane einen sichtbaren und sinnvollen Beitrag für die Welt und das Klima leisten kann. Für die nächste Zeit könnte ich mir vorstellen, mich mit neuen Methoden und meiner Erfahrung beim „Theater für Veränderung“ im Projekt einzubringen. Eine Möglichkeit, wäre zum Beispiel, Workshops mit den Schulen zu diesen Themen durchzuführen.
 
(Das Interview wurde aus dem Englischen übersetzt)
 
Hier einige Impressionen vom temperamentvollen FINALE der KinderKulturKarawane 2019 in der Fabrik Altona:
 

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