Arena y Esteras

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Das peruanische Projekt Arena y Esteras verbindet in seinen Zirkus- und Theaterinszenierungen soziale und künstlerische Interessen mit politischem Engagement. Übersetzt heißt Arena y Esteras „Sand und Strohmatten“. Denn ihre Heimatgemeinde Villa El Salvador (VES), ein durch Armut geprägter Vorort von Lima, liegt in einem Wüstengebiet, wo die einfachen Hütten aus Strohmatten hergestellt werden. Drei Viertel der Bevölkerung von VES sind jünger als 25 Jahre. Für sie scheint es dort kaum Perspektiven zu geben; die Gewaltrate ist eine der höchsten der Region.

Arena y Esteras ist ein Zusammenschluss von Künstler*nnen, Pädagog*innen und Lehrer*innen, die sich unter dem Motto: „Für das Recht auf ein Lächeln“ in die lokale Politik einmischen und gesellschaftliche Veränderungen anstreben. Sie lassen sich dabei von Menschenrechten, kultureller Identität, Gleichberechtigung der Geschlechter und Respekt vor der Schöpfung leiten.


FOTOSTRECKE: Arena y Esteras 
(3 Bilder)

 

Mit ihrer künstlerischen Arbeit will Arena y Esteras eine Gemeinschaft formen, in der jede*r in sozialer Verantwortung und Würde leben kann. In Schulen, auf der Straße, im Park – überall also, wo gelebt wird – greifen sie die Themen auf, die Menschen interessieren, und suchen gemeinsam nach künstlerischen Antworten. Die Darsteller*innen sind Schüler*innen, junge Arbeiter*innen, Mütter oder einfach Nachbar*innen.

Die Gruppe nahm 2018 zum ersten Mal am CREACTIV-Projekt teil. In ihrem Stück „Oshe y Bari“ zeigte sie eine Zirkus- und Theaterperformance, die die Frage nach „Klimagerechtigkeit“ künstlerisch aufwarf. Ausgangspunkt ihrer Inszenierung war die Legende von Oshe und Bari aus dem peruanischen Regenwald: Der Mond verliebt sich in die Sonne und als die beiden sich schließlich vereinigen, verursachen sie durch die Störung der natürlichen Ordnung Chaos in der Natur.  Die Conquistadoren erscheinen…

Hier kann die ganze Geschichte von Oshe y Bari samt Hintergrundinformationen nachgelesen werden.   

Arena y Esteras ist in VES ebenfalls mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert. Dramatischer noch ist aber die Lage in den peruanische  Anden bei Huaraz, wo das Projekt regelmäßig Theater- und Zirkusworkshops gibt.

Weitere Informationen zur Gruppe unter: http://teatroarenayesteras.blogspot.de